Teil eines Werkes 
3. Bd. (1852)
Entstehung
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10 literariſche, in die ſie Alles was poetiſch kriecht und fliegt, einſammelte. Auf dem See⸗Album prangte ihr Name als Herausgeberin. Von daher ſtammt auch ihre ſehr reichhaltige Hand⸗ ſchriftenſammlung, da ſie ſich zu Beiträgen an ſämmtliche Berühmtheiten Deutſchlands gewendet hatte und ſodann beim Vertriebe des Werkes Sendungen an alle Fürſtinnen und Prinzeſſinnen Europa's richtete, von denen ſie meiſt höchſt⸗ eigene Handſchreiben erhielt. Sie ſpricht oft davon, daß ſie ſich nicht berechtigt fühle, dieſe werthvolle Sammlung für ſich zu behalten, ſon⸗ dern ſie zu einem wohlthätigen Zwecke verwerthen wolle; dieß wird ihr ſchwerer, als ſie ſich be⸗ kennen mag, denn ſie ſagt immer: ſolch ein Autograph iſt ein Stück von dem lebendigen Menſchen, von dem wirklichen Leben, nicht blos in andere Form übertragenes. Bis die Samm⸗ lung zur entſprechenden Vervollſtändigung ge⸗ kommen iſt, ruht ſie daher in ſchöner Mappe. Der Brennpunkt ihres Lebens, wo ſie lauter Licht ausſtrahlt, iſt aber die Weihnachtszeit. Das ganze Jahr iſt ihr nur der vorangehende Tag des Weihnachtsabends. An dieſem Abend wird Tante Theoroſa in vielen Städten von dankenden Lippen genannt, denn ein eigener

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