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Die Profeſſorin an Erich und Manna.
So viel Blüthen trägt kein Baum, als Segenswünſche aus meinem Herzen zu Euch hin ſich wenden. Wir ſitzen hier ſtill, und Ihr draußen ſeid im Kampf. Wir können nichts für Euch thun, nur ſagen will ich Dir, mein Sohn, und Dir, meine Tochter: was auch kommt, ſeid beruhigt in der Zuverſicht, daß wir dem Geiſte gefolgt. Wir müſſen nun unſer Theil ſtill er⸗ kennend tragen.
Ich war auch im neuen Dorf. So muß es in Amerika in einer neuen Anſiedlung ſein.
Ein großes Glück iſt es, ſo vielen Menſchen ein heiteres und arbeitſames Daſein bereiten zu können.
Mein Sohn! Warum ſchreibſt Du nicht, ob Du nach dem Onkel Alphons geforſcht? Verſäume das nicht. Wenn er noch lebt, ſage ihm, daß ich ihn nie verkannt habe, trotzdem er ſo hart gegen uns verfahren, und ſage ihm, daß Dein Vater ſeiner immer brüderlich gedachte. Ach, ich weiß ja nicht, ob er noch lebt. Verſuche, Dir Gewißheit zu verſchaffen.
Unſer Freund Einſiedel ordnet jetzt die Papiere Deines Vaters.
Unſer guter Major will ſich ein Zimmer im Warmhauſe ein⸗ richten und da will er im nächſten Winter den ganzen Tag unter den Pflanzen leben und ihren Athem einſaugen. Er be⸗ hauptet, daß er dann hundert Jahre alt werde.
Claudine an Manna.
Es iſt gut, daß Du vom Schweren, das Du erleben mußt, in der Pflege der Sternkunde Dich befreiſt. Das hilft über alles Kleine hinweg.
Lina an Manna.
Morgen iſt der Jahrestag meiner Hochzeit und da gebe ich meinen erſten großen Kaffee. Habe Reſpect vor mir. Ich lege ſchöne damaſtne Decken auf und habe eigene goldgeränderte Taſſen. Ach, warum kannſt Du nicht da ſein! Die Leute ſagen, meine Stimme wäre jetzt, ſeit ich Mutter bin, viel ſtärker. O Manna, der beglückendſte Geſang iſt doch der, den man ſeinem Kinde ſingt. Schreib es mir nur gleich.
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