Teil eines Werkes 
3. Bd. (1866)
Entstehung
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Ruhe. Ein Fieberfroſt ſchüttelte ſie und bald brannte ihre Wange heiß und roth. Sie rief das Pechmänn⸗ lein an ihr Bett und ließ ſich ein Blatt Papier geben; ihre Hand zitterte und ſie ſchrieb mit Bleiſtift:

Die Tochter Eberhards ruft Gunther.

Sie befahl dem Pechmännlein, hinab ins Städt⸗ chen zu eilen zu dem großen Doctor, ihm allein das Blatt zu geben und ihn ſofort hieher zu geleiten. Dann wendete ſie ſich ab und war ruhig.

Ich will Dir noch was Gutes geben, ſagte das Pechmännlein, als er, den großen breitkrämpigen Hut auf dem Kopf und den Bergſtock in der Hand, vor* ſtand.Wirſt ſeh'n, es thut Dir gut. Ich lege D das Gemszicklein da unter die Füße, das thut Dir zin und ihm. Soll ich?

Irma nickte.

Das Pechmännlein that, wie er geſagt. Das Zicklein ſchaute ſchläfrig zu Irma auf und Irma ſah lächelnd zu ihm nieder. Bald ſchloſſen Beide die Augen.

Das Pechmännlein wandelte durch die Nacht dahin thalab.

Sechzehntes Capitel.

Während des ganzen Tages hatte es im Thal faſt unausgeſetzt geregnet. Was hoch oben als Schloſſen⸗ wetter niedergefallen war, verwandelte ſich in der Nie⸗ derung zu Regen, der nur bisweilen lichte Himmelsbläue