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mich ausforſchen. Proſit die Mahlzeit, da kennt Ihr Sam ſchlecht, er läßt ſich nicht ausſpioniren.“
Der Polizeirath hatte bei den erſten Worten ſeine Beſtürzung nicht verbergen können, aber er erkannte doch bald, daß Sam nur Vermuthungen ausſprach, für die er ſelbſt nicht die gering⸗ ſten Beweiſe beſaß.
„Ihr ſcheint kein gutes Gewiſſen zu haben,“ ſagte er, als Sam ſchwieg.„Fürchtet ihr die Polizei ſo ſehr? Es muß wohl ſein, da Ihr in jedem Menſchen einen verkappten Polizeibeamten ſehen wollt.“
„Seid ihr es nicht?“
„Wäre ich es, ſo würde ich andere Mittel und Wege wählen, um meinen Zweck zu erreichen. Und jetzt überlegt Euch meinen Vorſchlag, Ihr werdet wohl thun, ihn anzunehmen und Euch nicht zu ſehr auf den Lord zu verlaſſen, von dieſer Seite habt Ihr nichts Gutes zu erwarten.“
„Ich glaube das weiß ich beſſer. Iſt Euer Herr wirklich eine Königliche Hoheie“
„Was er iſt, werdet Ihr ſpäter erfahren.“
„Weshalb nicht jetzt? Fordert Ihr von mir Vertrauen, ſo kann ich—“
„Kommt mir erſt mit Vertrauen entgegen, dann wird ſich das Andre finden,“ unterbrach Heller ihn.„Ich ſage Euch noch einmal, Euer Schade wird es nicht ſein, und die Damen ſollen Euch auch dafür danken. Wird das, was ich von Euch verlangt habe, nicht erfüllt, ſo werden die Zeitungen einige Notizen über den Lord und die Sängerin bringen, die Beiden nicht angenehm ſind. Und wenn dieſe Notizen Euch um Euren Dienſt bringen,“ fügte er mit ſcharfer Betonung hinzu,„ſo iſt das Eure eigene Schuld.“
„Oho!“ fuhr San auf.„Das wär' ein ſchlechter Freund⸗ ſchaftsdienſt!“.
„Ihr köunt keinen beſſeren erwarten, nachdem ich Euch vor allen Folgen gewarnt habe. Wo und wann wollt Ihr wieder mit mir zuſammentreffen?“
„Heute nicht!“ erwied erte Sam raſch, deſſen Mißtrauen eher zu als abgenommen hatte.
„Morgen alſo?“


