Druckschrift 
Der Bastard oder eine Mutter aus dem Volk und der Mann von Adel. 3. Bd.
Entstehung
Düsseldorf [o.J.]
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einer gewiſſen Signora Grimaldi eine Summe von fünfzig Pfund angewieſen?

Der Kaſſirer blickte in ein Buch weiches vor ihm lag.

Fünfzig Pfund, es ſtimmt, erwiderte er.

Iſt die Summe ſchon erhoben?

Nein.

Auch noch kein Verſuch gemacht worden, ſie einzukaſſiren?

Der Kaſſirer blickte den Fragenden befremdet an.

Auch das nicht, erwiederte er.

Und wer hat die Summe angewieſen?

Das Bankhaus Auguſt Becker und Compagnie.

Der Polizeirath ſchüttelte den Kopf, er ſchien eine andere Antwort erwartet zu haben.

Ich kann mir nicht wohl denken, daß Signora Grimaldi mit einem Bankhauſe in directer Verbindung ſtehen ſoll, ſagte er,das Geld iſt jedenfalls telegraphiſch angewieſen worden?

Allerdings, nickte der Kaſſirer.

Und wirklich diregt?

Nein. Becker u Compagnie haben es dem Baron Ed⸗ mund von Oſthofen angewieſen und der Baron hat zu Gunſten

der Signora Grimaldi darüber verfuͤgt.

Heller wechſelte mit Ferdinand von Falkenberg einen bedeut⸗ ſamen Blick.

Unbegreiflich! ſagte der letztere.

Hm, einen Zweck hat er dabei jedenfalls im Auge gehabt. Ich erinnere mich, daß Baron Edmund zugegen war, als ich mich von ſeinem Bruder verabſchiedete, er wird von dieſem den Zweck meiner Reiſe erfahren haben. Sie werden das Geld auszahlen? wandte er ſich wieder zu dem Kaſſirer.

Wenn die Dame kommt und ſich legitimirt, gewiß.

Wollen Sie mir einen Gefallen erzeigen? Mir liegt fehr viel daran, zu erfahren, wo die Dame wohnt, würden Sie es übernehmen, dies zu erforſchen.

Ich weiß nicht, ob ich es vermag.

Sie könnten vielleicht erklären, das Geld ſolle ihr geſchickt werden?

Welche Gruͤnde ſoll ich dafür anführen, abgeſehen davon, daß die Summe eine Bagatelle iſt? 73*