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einen Grund gehabt haben, der ihm dae Leben verleidete. Darit⸗ ber können und wollen wir nicht ſtreiten, ich ſtelle mich nur auf den Boden der Wahrſcheinlichkeit und behaupte, doß ein Mord hier nicht vorliegen kann. Wollen Sie an Ihrem Verdacht feſt⸗ halten, ſo muß derſelbe auch auf eine beſtimmte Perſon fallen—“ „Und das iſt vielleicht ſchon der Fall“
Der Doctor blieb ſtehen und ſah ſeinen Begleiter betroffen an „Wer iſt's?“ fragte er erwartungsvoll.
Ein ſarkaſtiſches Lächeln umzuckte die Lippen des corpulenten
hi⸗ het
Mannes. zoht„Sie werden begreifen, daß ich meinen Verdacht erſt dann aus ſpreche, wenn ich Beweiſe habe,“ erwiderte er, einer beſtimm⸗ ten Antwort ausweichend. e Unwillig ſtieß der Doctor mit ſeinem Stock auf das Pflaſter. 1„Ja, die Beweiſe!“ ſagte er.„Daran hapert's! Ein Verdacht 1 ohne Beweiſe iſt nichts weiter, als eine haltloſe aus der Luft ge⸗ 1 griffene Vermuthung!“ 4 1„Die Vermuthung geht in der Regel dem Verdacht voraus,“ erwiderte Heller achſelzuckend.„Zuvörderſt muß hier die Frage aufgeworfen werden, aus welchen Motiven der Mord kegangen 4 worden iſt! Ein Raubmord liegt nicht vor, wer den alten Mann icht kannte, der wußte, daß er nichts beſaß, und wer Schätze bei ihm ſochte, der würde eine andre Mordwaffe, als Gift, gewählt ker haben.“ „Zugegeben!“ „Feinde hatte Hurter nicht, ich verſtehe darunter ſolche Feinde, die ihm wegen einer Beleidigung Rache geſchworen haben könnten. emen Aber der alte Mann hatte viel erlebt und erfahren, er war im iuſcht Beſitz von Geheimniſſen, deren Enthüllnng Anderen Gefahr brin⸗ gen mußte, und unter dieſen Andern iſt der Mörder zu ſuchen.“ „Sie denken an die Wärterin, die das Kind geraubt hat?“
aup⸗„An ſie nicht, ſie ſoll ſich ja in einer andern, von hier weit
rath, entfernten Stadt befinden.“
für„Haben Sie wirklich eine beſtimmte Perſon im Ange?“
e es, 1„Ja, aber ich werde ſie nicht nennen“
Er Der Doctor ſchüttelte den Kopf, in ſeinen Zügen ſpiegelte ſich
deutlich der Aerger darüber, daß ſeine Neugier nicht befriedigt wurde. 53


