Teil eines Werkes 
3. Bd. (1858)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

11 WM 11**

**

1

23

auf den erſten Blick anſah, weſſen Geiſtes Kinder ſie ſeien. Es war da ſo viel Nachläſſigkeit und Unſauberkeit in der Kleidung, ſo viel Ungeſchliffenheit und Rohheit in Ma⸗ nieren und Sprache, es herrſchte in dem Tone der Hei⸗ terkeit, welchen ſie zur Schau zu ſtellen bemüht waren, ſo viel Uebermuth, es zeigte Alles, was ſie thaten und ſprachen, dieſes gewiſſe Gefühl von Unabhängigkeit und das ſichere Pochen auf ihre Anzahl, daß die Erſcheinung dieſer jungen Burſche wirklich eine unangenehm ſtörende ſein mußte. Sie waren mit langen Vogelflinten bewaffnet und hatten große Lederbeutel, wahrſcheinlich den Schießbe⸗ darf enthaltend, anhängen; aus ihren rohen Scherzen und den Einen oder den Andern treffenden Spottreden war zu entnehmen, daß es ihre Abſicht war, die Inſel hinauf zu ziehen, um ſich das Vergnügen der Jagd zu verſchaffen, was aber die eigentliche Beſchäftigung dieſer hoffnungs⸗ vollen Jünglinge ſein mochte, war durchaus nicht zu erra⸗ then, vielleicht hatten ſie gar keine beſtimmte, ſondern lebten das bequeme Leben der Glücksritter. Warum ſollte das damalige Neu⸗York nicht auch ſchon derlei nützliche Staats⸗ bürger aufzuweiſen gehabt haben? War in dem kleinen Anfange nicht allenthalben ſchon der Keim zu dem rieſig Großen, zu dem es einſt erwachſen ſollte, bemerkbar? und mußte denn nicht alſo auch ſchon damals der Samen zu dieſem Unkraute, welches uns heut zu Tage in ſo reicher