Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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werden. Ach wie oft träume ich, mit wachenden Augen, von meinem ſchönen Thale in den Pyrenäen!

Ich ſpiele hier eine große Rolle. Ich bin ja die Tochter des Gouverneurs. Ich begegne Artigkeit, ſelbſt Unterwürfigkeit, wohin ich mich wende, aber offene Herzlichkeit habe ich noch nicht getroffen. Man ſcheint meinen Vater wohl zu fürchten, aber nicht zu lieben. Ich glaube, er verlangt auch nicht mehr. Ich habe mir ihn ganz anders vorgeſtellt, als einen Ritter, als einen eng⸗ liſchen Edelmann, einen Kavalier, aber ich bemerke zu meinem Leidweſen: er iſt ein ſtolzer, deſpotiſcher Tyrann! Ach, das thut mir ſehr wehe, liebe Freundin, und ich fühle mich ſehr unglücklich. Kann man die Tochter lieben, wenn man den Vater fürchtet aber nicht liebt? Ihm ſcheint dieſes jedoch ganz gleichgültig, und er macht keinen Unterſchied, nicht zwiſchen Engländer und Holländer, weder zwiſchen Franzmann noch Teutſchen, Dänen, Schweden und Spanier, er betrachtet alle als Subjecte, ſich als den Regenten. Und doch muß ich ſagen, macht er eine Ausnahme. Es lebt da eine alte holländiſche Fami⸗ lie, ich glaube, er nannte ſie van Hoboken(welch' ein häß⸗ licher Name), an dem jenſeitigen Ufer des Hudſonſtromes auf ſteiler felſigter Höhe, von dieſer ſpricht er mit mehr Theilnahme und Wärme, als ich an ihm zu bemerken ge⸗ wohnt bin. Er hatte die Bekanntſchaft des alten van Ho⸗