vor Sonnenaufgang zu fiſchen,— das kann Seth auch thun.“—
„Ich glaube, nach Sonnenaufgang iſt eben ſo gute Zeit,“ gurgelte der hoffnungsvolle Jüngling, eifrig an ſeiner Pfeife qualmend, die zu verlöſchen drohte.
„Zu jeder Zeit wirſt Du bereit ſein, dem Onkel einen Liebesdienſt zu erweiſen,“ erwiederte Vrow Gertrude,— und ſich wieder dem Wallonen⸗Jüngling zuwendend, fuhr ſie fort:„Und auf jeden Fall wollt Ihr bei Eurem Haus⸗ weſen bleiben,— Eure Mutter bedarf Eurer nöthiger als wir hier,— und ſollten wir Eurer benöthigen, ſo werden wir es Euch ſagen laſſen.— Seth, Du bleibſt beim Onkel!“
Und mit einem leichten Knix gegen den Fremden, den ſie eben keiner beſonderen Beachtung für werth hielt, trip⸗ pelte ſie denſelben Weg, den eben Jeſſie leichtfüßig zurückgelegt hatte.
George ſtand eine Weile in ſtummer Ueberraſchung, dann ſagte er unwillig:„Das heißt wohl ſo viel, als: laß Dich hier nicht mehr blicken!“
Der alte Patron hatte mit ſeinem glanzloſen Blicke die ganze Zeit dieſer Verhandlung über da geſeſſen, aber ſie ſchien nicht für ihn unverſtändlich geblieben zu ſein. Er lachte jetzt laut auf, mit einem heiſern Tone, und dieſes Lachen ging in ſeinen böſen Huſten über, der ihn


