Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

19

doch guten Theils deren ſtrenge Grundſätze abgelegt hätte. Denn trotz des ernſten Geſichtes und der zuſammengezoge⸗ nen Brauen, was wohl eine Sache der Gewohnheit ſein kann, kam doch während der ganzen Reiſe kein einziger Bibeltert über ſeine Lippen und bei dem nicht ſeltenen Donner und Tievel! des Mynheer van der Hook verzog er nicht einmal den Mundwinkel; er hatte auch nicht ein einziges Mal Miene gemacht, der Mahlzeit ein langes Tiſchgebet vorauszuſchicken, ſondern es ſich gleich von vornherein ohne dieſes an den Fleiſchtöpfen Egyp⸗ tens, aus der Schiffsküche heraufgeſchleppt, tüchtig ſchmecken laſſen; das Buch aller Bücher ſchien er als unnützen Reiſe⸗ ballaſt zu Hauſe gelaſſen zu haben und mehr bedacht ge⸗ weſen zu ſein, ſeine Piſtolen in guten Stand zu ſetzen. Mit einem Worte, der gute Mann ſchien wohl dem Aeu⸗ ßern, aber nicht dem Innern nach jener Secte anzugehören, die die ſtrengſten Presbyterianer noch Feinde des Him⸗ mels nannten; aber er war auch bemüht, dieſes klar an den Tag zu legen.

Vielleicht war aber eben dieſes ſo mehr die Urſache, den Unwillen des Kavaliers zu erregen. Der offene, ge⸗ rade Charakter kann ſich nicht mit dem ſich bald in dieſer bald in jener Maske Zeigen vertragen; er weiß es, daß an einem Menſchen, der dieſes kann, eben auch Alles Maske iſt, und daß ſtetes Schauſpielern die Wahrheit