Teil eines Werkes 
1. Theil (1826)
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wende Deine Blicke nicht von mir! entziehe mir Deine Hand nicht. Zum letzten Male will ich frei zu Deinem Herzen ſprechen. Gegenſtand meiner erſten Gefühle, nur zu Dir allein habe ich geſagt: ich liebe Dich; und

der letzte Athemzug meines Lebens haucht noch dieſe Wor⸗

te aus. Suche mich nicht zu unterbrechen; was küm⸗ . mert mich die Menge, die mich ſieht und hört, ich habe ferner nichts mehr zu verhehlen. Geheimniſſe ziemen nur den glücklich Liebenden; unglück und Verzweiflung zeigen ſich unverſchleiert. Weil ich Dich vergötterte, ward ich zum Verbrecher; ich habe Rechte auf Dein Mitleid; 0 laß mich auf Deine Thränen hoffen.

Er ſprach's; und Olburg ausgenommen, nahm die ganze Verſammlung den größten Theil an ſeinem Schmerz. Man hörte Schluchzen; die Theilnahme war allgemeinz und jeder Gegenwärtige, in ſeinem Herzen das Schickſal der Liebenden beklagend, ſprach den Mörder frei.

Die Verathung der Richter war geendet. Das Au⸗ ditorium bebte vor banger Erwartung.... Der Prior er⸗ hob ſich, um das urtheil auszuſprechen. als ein übernatürlicher Gegenſtand ihn ſchaudernd zurückrücken machte; die Sentenz erſtarb auf ſeinen Lippen, und ſprach⸗ los fiel er in ſeinen Seſſel. Die finſtern ufer des Acheron können alſo die Toden zurück geben! Der Schatten Wald⸗ burgs näherte ſich; und die Grabesſtille, welche