Drittes Buch: Die Geſchichte des Schloſſes. 233
einem Baumeiſter aus dem Orte, Herrn Emlyn, ausgeführt. Der Fußboden ward ganz neu gelegt, ein neues Altarſtück und eine Orgel hinzufügt und das Schnitzwerk wieder hergeſtellt.
Im Jahre 1796 ward Herr James Wyatt zum Ober⸗ aufſeher der königlichen Bauten ernannt und bewirkte manche Veränderungen im Innern. Was das Aeußere anbetrifft, ſo brachte er Wren's rundbogige Fenſter auf ihre urſprüng⸗ liche Form zurück und gothiſirte zugleich einen großen Theil der Nord⸗ und Südſeite der obern Schanze.
Ehe wir weiter gehen, haben wir einige Worte über die Parks zu ſagen. Der Schloßpark, der im Oſten und Norden des Schloſſes liegt, hat etwa vier Meilen im Um⸗ fange und ward von Wilhelm dem Dritten vergrößert und mit einer Mauer eingehägt. Im Oſten und beinahe an der Stelle des jetzigen niedrigen Gartens ward von Karl dem Zweiten ein Raſenplatz angelegt. Im Norden lagen die Gärten der Königin Anna, ſeit deren Zeiten der Abhang des Hügels mit Waldbäumen bepflanzt worden iſt. An dem öſtlichen Ende der nördlichen Terraſſe befinden ſich die ſchönen Abhänge nebſt einem Pfade, der die nördliche Seite des Schloßparks ſtreift und durch reizende Anlagen nach der königlichen Meierei, der Förſterwohnung und den Ställen für die Windhunde der Königin führt. Dieſer Park enthält viele edlen Bäume und der Ulmenhain im Südoſten neben der Stelle, wo die nach Herne genannte Eiche ſteht, ſoll der Volksüberlieferung zufolge ein Lieblingsſpatziergang der Kö⸗ nigin Eliſabeth geweſen ſein. Er trägt noch ihren Namen.
Zu dem Großen Park gelangt man auf der prächtigen ſogenannten Langen Allee, die, wie ſchon erwähnt, von Karl dem Zweiten angelegt worden iſt und ſich bis zum Fuße des Schneehügels erſtreckt, deſſen Gipfel die koloſſale Reiter⸗ ſtatue Georg des Dritten von Weſtmacott krönt. Nicht weit von dieſem ſteht der Cumberland⸗Pavillon, der ſeinen


