Drittes Buch: Die Geſchichte des Schloſſes. 225
Niſchen und zwölf niedrige Grabmäler. Ein unterirdiſcher Gang führt von dem Gewölbe unter dem St. Georgen⸗ Altar nach der Gruft. Innerhalb derſelben ſind die Ge⸗ beine Georg des Dritten und der Königin Charlotte, der Prinzeſſinnen Amalie und Charlotte, der Herzoge von Kent und von York und der beiden letzten Monarchen, Georg des Vierten und Wilhelm des Vierten beigeſetzt.
Wir kehren aber zu Eduard dem Vierten zurück, von dem wir uns in der vorſtehenden Abſchweifung entfernt hatten, um die Geſchichte der St. Georgen⸗Kapelle bis auf den heutigen Tag fortzuführen. Ungefähr um dieſelbe Zeit, als die Kapelle errichtet wurde, wurden auch Wohnungen für die Dechanten und die Stiftsherren im Nordoſten des Tempels gebaut, während am Weſtende eine andre Reihe von Wohnungen für die unteren Kanoniker in der Geſtalt eines Fußeiſens, eines der Abzeichen Eduard des Vierten, aufgeführt und ſeither der Hufeiſengang genannt wurde. Die Säulenhalle dieſes Ganges war einſt ein ſchönes Probe⸗ ſtück der Zimmerkunſt aus Heinrich des Siebenten Zeit, wo ſie wieder hergeſtellt ward; jetzt iſt aber wenig mehr von ihrem urſprünglichen Gepräge übriggeblieben.
Im Jahre 1482 lud Eduard, um ſeine Popularität bei den Londoner Bürgern zu vermehren, den Lord⸗Mayor und die Aldermen nach Windſor ein, wo er ſie königlich bewirthete, ſie mit den Freuden der Jagd unterhielt und be⸗ laden mit Wildprett ihren Ehehälften wieder zurückſchickte.
Im Jahr 1484 feierte Richard der Dritte das Sanct Georgenfeſt in Windſor und der Bau der Kapelle ward während ſeiner Regierung fortgeſetzt.
Der maleriſche Theil des Schloſſes nördlich von der oberen Schanze neben dem Normänniſchen Thorwege, welcher eine der edelſten gothiſchen Eigenthümlichkeiten des ſtolzen Gebäus bildet, ward von dem Siebenten gebaut,
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