—
122
Abel, Eſther und die Kleine ſahen einan⸗ der an.
„Der Sohn Bluthaupts, wie Sie ihn nennen,“ ſagte Sarah,„ſoll das Schloß Geldberg und das Schloß Rothe erhalten.“
„Das reicht nicht,“ ſprach der Baron;„Blut⸗ haupt beſaß alles Land zwiſchen Eſſelbach und Obernburg.. Die Zurückgabe muß vollſtändig ſein.“
„Dazu würde unſer ganzes Vermögen nicht hin⸗ reichen;“ fiel Abel ſchuͤchtern ein.
„Es muß aber alſo geſchehen,“ erwiderte Rodach.
Eſther, Sarah und Abel ſprachen leiſe mit einander.
Unterdeß verließ der alte Moſes von Geldberg ſeinen Platz und trat zu ihnen.
„Meine armen Kinder,“ ſagte er,„verweigert dieſem Manne nichts; er iſt mächtig und unbarm— herzig.“
Eſther und Abel zögerten.
„Hört mich an,“ fuhr der Alte fort;„wenn Ihr wuͤßtet, wie ich Euch liebe, meine armen Kin⸗ der! Aber Ihr werdet nicht ganz arm ſein. Ich habe noch einige hunderttauſend Francs irgendwo


