vollkommen wohl und wir haben nichts für unſere Mühe.“
Johann erhob den Blick zu dem Ritter und machte eine bedeutungsvolle Bewegung.
„Pſui!“ entgegnete Reinhold zur Antwort auf dieſe Geberde.„Ihr Leute denkt immer gleich an
Doolchſtöße. Das iſt zu gefährlich, Freund Johann;
ich bediene mich ihrer nicht.“
„Wenn man aber ſchnell zu Ende kommen will,“ wollte der Weinwirth ſagen.
„Wenn man in ein Haus hineinkommen will,“ unterbrach ihn Reinhold,„ſo braucht man nicht gleich die Thüre einzuſchlagen. Ich hatte etwas viel beſſeres gefunden, ein Duell mit einem vollen⸗ deten Fechter.“
„Der Donner!“ rief Johann voll Verwun⸗ derung aus;„das war gut.“
„Nicht eben ſchlecht, aber der Menſch denkt und der Teufel lenkt. Die Partie iſt verſchoben und es muß beſſer geſpielt werden.“
Sie ſtanden an dem Eingange der Brunnen⸗ ſtraße, nur wenige Schritte von den Templebuden, unter denen es dunkel und ſtill war. Der Ritter blickte zum zweitenmale in die Nacht hinaus; die Trottoirs waren verödet und nichts bewegte ſich im Schatten des leeren Marktes.
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