minder angeſehene Kneipen abgeben, die ſomit auch ihren Theil von der allgemeinen Ernte erhielten. Es war ungefähr um dieſelbe Zeit, in welcher die Frau von Laurens auf der ſteilen und ſchlüpfrigen Treppe der Batailleur herunterging, um ſich auf den Rotundenplatz zu begeben. Sie war, wie ſchon erwähnt, einen Augenblick am Ende der Straße Petit⸗-Thouars ſtehen geblieben, weil ſie im Lichte der Laterne zu bemerken geglaubt hatte, daß Franz raſch über den Platz ſchreite und in den dunkeln Hausflur hineinſchlüpfe.
Die Kleine war eine geiſtesſtarke Frau und die gewöhnliche Furcht, welche ihr Geſchlecht zurück⸗ zuhalten pflegt, hemmte ſie durchaus nicht. Sie hatte ein Intereſſe dabei, mit Franz zuſammenzutref⸗
fen und ohne die Stimme des blödſinnigen Geigno⸗
let, der ſein eintöniges Lied in dem Dunkel des Flu⸗
res hören ließ, würde ſich die Kleine unerſchrocken
dahinein gewagt haben.
Der Geſang des Blödſinnigen hielt ſie zurück. War es übrigens Franz auch wirklich geweſen? Das
wankende Licht der Laternen täuſcht ſo leicht.—
Als ſie noch unentſchloſſen daſtand, wendete ſich ihr Blick auf das Rotundengebäude und ihre Augen haf⸗ teten auf einem hellen Punkte, der im Schatten des Säulenganges glänzte.


