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erblicke. Mit klopfendem Herzen blickte ſie durch eine Spalte des Ladens hinein in des Alten Local und ſah da die arme Nono bei einem Lichtſtümpfchen ſitzen. Sie hatte ein Paar ſchmuzige von der Straße aufgeleſene Papierſtreifen in der Hand und buchſta⸗ V birte. Sie lernte ſo leſen. Aber das Lichtſtümp⸗ chen erloſch bald und die Arme legte ſich nieder.
Sarah ſah nichts mehr, aber ihr Geſicht war von Thränen überſtrömt. „Judith!“ flüſterte ſte;„Judith, mein liebes Kind! ach ſtirb noch nicht, warte! Laurens ſtirbt bald. Dann ſollſt Du nicht mehr leiden.“
In dieſem Augenblicke hörte ſie ein lautes Lachen dicht neben ſich und eine Stimme ſang:
„Heute iſt Montag; Sie ſuchten die alte Regnault Um ſie ins Gefängniß zu führen, Weil ſie kein Geld hat. Die Alte war fort, aber ſie kommen wieder, Eine ſchöne Geſchichte!“ Die Kleine entfloh und ſetzte ſich zitternd in ihren Wagen. „Straße Dauphine,“ rief ſie dem Kutſcher zu, „Nr. 6.“ Es war die Wohnung des jungen Franz.
In der Straße St. Honoré einige Stunden


