konnte, zur äußerſten Vertheidigung bereit, da die Unglücklichen wußten, welche Gefahr ihnen drohe.
Das Commando im lombardiſch-venetianiſchen Königreiche führte während des Feldmarſchalls Ent⸗ fernung Feldmarſchalllieutenant Haynau. Sein Haupt⸗ quartier hatte er in Padua. Sogleich, als er die Nachricht von dem Aufſtand in Brescia erfuhr, beor— derte er aus Mantua und Verona einige Truppen zu Bezwingung der Empörung. Auch Radetzky entſen⸗ dete von Novara, wo er am Tage nach der Schlacht von dieſem Aufſtand Kunde erhielt, unverzüglich den Feldmarſchalllieutenant Appel mit dem 3. Armeecorps nach derſelben Gegend, und verfügte ſich perſönlich mit dem erſten Reſervecorps nach Mailand.
Die Verblendung der Brescianer ging ſogar ſo weit, daß ſie die Quartiermacher des dritten Armee— corps, deren Erſcheinung hätte genügen ſollen, ſie zur Beſinnung zu bringen, ohne weiteres gefangen nah— men. Daß vor Ankunft dieſer bedeutenden, gegen Brescia beorderten Truppenmacht der Aufruhr be⸗ kämpft war, iſt bekannt.
Das oben erwähnte Schweigen des Geſchützes vom Caſtell in Brescia, die Vorſicht, womit das von Verona und Mantua ſich nähernde kleine Corps zu Werke ging, hatte unterdeſſen den Uebermuth der Inſurgenten geſteigert. Generalmajor Graf Nugent,
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