Teil eines Werkes 
2. Bd. (1874)
Entstehung
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dem Dolch, der dabei ſeiner Hand entfiel, taſtend, ſtürzte er kopfüber zuſammen.

Es war doch, als wäre mit ſeinem Falle eine Wolke vor uns zerronnen, ein Schleier von unſeren Augen genommen worden. Die Dinge traten wieder in ihrer natürlichen Form und Farbe aus dem Nebel hervor. Schnell hatte ſich Angelica aus ihrer erſten Beſtürzung zu ihrer gewohnten Entſchloſſenheit geſam⸗ melt. Sie ſah nur, daß ich aufrecht geblieben, eilte zur Hauptthüre des Saales, ſchob den Riegel zurück und rief in den Corridor hinaus nach Hülfe. Die friſche Luftſtrömung drang in den überheißen Raum mit be⸗ lebender Macht und zertheilte die betäubenden Weih⸗ rauchwolken. Ich war neben dem Grafen niederge⸗ kniet und ſuchte ihn aufzurichten. Dabei merkte ich erſt, daß mich ſein Dolch in den rechten Oberarm ge⸗ troffen, das Blut rieſelte aus dem Aermel. In einer Ecke lag Lavinia auf den Knieen und betete; von ihrem Geſicht war auch nicht das Geringſte zu erken⸗ nen, ganz hielt ſie es mit ihren Händen und Haaren bedeckt.

Mit Hülfe der Diener trugen wir den Grafen hinunter und brachten ihn auf ſein Bett. Erſt dort ſchlug er, wie aus einer tiefen Betäubung erwachend, die Augen auf. Er ſtierte uns der Reihe nach an,

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