Teil eines Werkes 
2. Bd. (1871)
Entstehung
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nicks unter einander zu veranſtalten; auch Liebespaare, die in der Stadt Verrath und Entdeckung befürchteten, gaben ſich im rothen Hauſe die grellroth geſtrichenen Schindeln ſeines hohen, ſpitzen Daches zeichneten es vor allen andern Gebäuden des Dorfes aus und machten es ſchon aus der Ferne kenntlich ein froh beglücktes Stelldichein. Das Alles erzählte der Freund während der Fahrt dem Vicomte, der ihm nur ein halbes Ohr ſchenkte und unverwandt nach dem Gehölz ſchaute, das ſich jenſeit des Dorfes dunkel abzeichnete.

Der Tag war nicht unfreundlich, herbſtlich, doch ohne Sturm und Regen, zuweilen brach ein Sonnen⸗ blick durch die graue Wolkendecke. Während der Wagen mit dem alten Diener vor dem Gaſthauſe hielt, gingen die beiden jungen Leute über das Feld, welches den kleinen Garten des Hauſes begrenzte und das Dorf von dem Walde trennte. Ehemals war der Wald größer, dichter und umfangreicher geweſen, die Könige von Frankreich hatten darin gejagt. Dann war mehr als die Hälfte abgeſchlagen worden, man hatte den Boden in Weide⸗ und Ackerland umgeſchaffen, nur ein mäßiges Gehölz, auf beiden Seiten von Waldblößen eingeſchloſſen, war aufrecht geblieben, jetzt ein beliebter Spaziergang der Pariſer, ein Tummelplatz für Reifen⸗ und Ballſpieler an den Feſttagen, und nebenbei von