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„Die Geſchichte unſeres Herodiasbildes dürfte bald um ein neues Blatt vermehrt werden.“
Jetzt galt es auf ſeiner Hut zu bleiben.„In der That, will Fräulein Cöleſtine das Gemälde verkaufen?“
„An Herrn Adolf...“
„Das möchte der letzte Käufer ſein; er iſt kein Liebhaber von Gemälden.“
„Er hat ſich da in eine Angelegenheit gedrängt, vorwitzig, unbedacht...“ Er vollendete nicht.„Wenn Alles mit dem Tod zu Ende iſt“, ſagte er vor ſich hinſtarrend,„und wir nicht mehr ſind als ein welkes, vom Herbſtwind herabgewehtes Blatt, wozu dann das Daſein?“
„Um zu arbeiten und in der Arbeit uns auszu⸗ leben.“
„Hm! Und die Freuden, die Schmerzen unſerer Seele? Was ſind ſie?“
„Vielleicht daſſelbe, was bei den Blumen der Duft, bei den Wellen der Schaum.“
„Sie ſind ein Materialiſt... Nichts für ungut, Sie vermögen nichts dafür, nichts dagegen. Gewiſſen Naturen können ſich die geiſtigen Elemente der jen⸗ ſeitigen Welt nicht offenbaren.“
„Wir Materialiſten ſind zu dickhäutig für die feinen Eindrücke“, ſagte ich mit gutmüthigem Scherz, ſeine


