Teil eines Werkes 
2. Bd. (1825)
Entstehung
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bald von der Arbeit ab, und ſo entwiſchte er einſt den Eltern. Man fand ihn nun in Doͤr⸗ fern und Staͤdten, in den Schenken und vor den Haͤuſern ſein Liedchen trillern und in den Saiten klimpern. So hoͤrte ihn der verſtorbene Herzog, wenige Jahre vor deſſem Tode, in dem Schloßhofe ſingen. Er hielt eben große Tafel, und da er in guter Laune war, und dieſer freien Spielraum goͤnnte, ſo hieß er den kleinen Saͤn⸗ ger heraufkommen.

Als dieſer nun auch ohne Zoͤgern in ſeinem Bergmannsputz frei und ſchicklich eintrat, die ſchwarzen Locken aus der Stirn ſtrich, und mit großen, lachenden Augen uͤber die Verſammlung wegblitzte, ſein duͤrftiges Inſtrument ſtimmte und mit kindlich weicher Stimme ein ruͤhrend Lied von der Noth des Bergmanns ſang, flo⸗ gen ihm Lobſpruͤche und Geſchenke von allen Seiten entgegen.

Der Herzog befahl, den Knaben wohl auf zunehmen, ihm Eſſen und Trinken zu geben, und ihn im Schloſſe zu behalten.

Er blieb von dem Tage bei dem Herrn.