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gentheil von dem, was Du ſein moͤchteſt. Die Leidenſchaften ſchlafen bei Dir unter einer Decke angekünſtelter Philoſopheme, die Du mehr der Erfahrung Andrer ablernteſt, als ſie von der Deinigen abſtrahirt zu haben. Es iſt heute zu Tage nicht ſchwer die Welt mit ihren klei⸗ nen Zwecken und großen Mitteln zu verhoͤhnen! Iſt ſie doch wie eine Gliederpuppe dem Sezier⸗ meſſer jedes Laien hingeworfen, der ſich daran zum Meiſter zu ſchneiden denkt. Aber Werner, wenn das Ding ploͤtzlich lebendig wird, und den packt der ſie zernichten wollte, die gewaltigen Arme um ihn ſchlingt, ihn ſchuͤttelt und preßt und druͤckt, bis er ohnmaͤchtig da liegt und nichts mehr ſieht und hoͤrt, als lautes, ſchal⸗ lendes Gelaͤchter, das ihm die Seele zerreißt— Wie dann?— Siehſt Du, daß wir ſo mitten drin ſitzen in den Schlingen, und uns, wie aͤchte Narren, durch ein Paar Kruͤhmchen Weisheit immer tiefer hinein locken laſſen!— Ach ich koͤnnte Dir noch viel ſagen, aber ich finde heute nicht alles!— und denn, wozu? Du verſtehſt mich entweder ſo ſchon, oder Du verſtehſt mich nicht.
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