Teil eines Werkes 
2. Th. (1823)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

.— 248— ſchwarze Wolken, und die Sonne ſtach und

brannte unertraͤglich. Jetzt kam das Ungewit⸗

ter naͤher, ein dumpfes Donnern verkuͤndigte ſeinen Anzug. Nicht lange und es fielen ein⸗ zelne große Tropfen, und ploͤtzlich war es dunkle Nacht um uns, und der Regen ergoß ſich in Stroͤmen. Ich ſchlug, in dieſen Augen⸗ blicken der Angſt mehr von Mitleid, als Ga⸗

lanterie erfuͤllt, meinen Mantelkragen um den

ſchoͤnen Hals des zitternden Maͤdchens, ſchuͤtzte ſie dadurch etwas wenigſtens gegen den Regen und erndtete einen dankbaren— Blick ein.—

Der Donner rollte mit entſetzlichem Krachen

uͤber uns hin und verſetzte uns nach Leipzigs Feldern, die wir Alle noch in friſchem An⸗

denken hatten. Wie ein geſpaltnes Grab

gaͤhnte der Abgrund um uns herauf und ein Schritt nur trennte uns von ihm. Ueberall waren wir vom Tode umgeben, die ſchwefel⸗ gelben Blitze ſchmetterten eine Eiche nach der andern in unſrer Naͤhe nieder, und Keiner von uns glaubte dieſe Stunde zu uͤberleben. Nie habe ich Mutter Natur ſo im Zorn geſehen; war's doch nicht anders, als wollte ſie noch eine gebaͤhren, wie Schiller vom tobenden Meere ſpricht. Doch auch dieſe Minuten

ſtark geh Vagewitt uns dode ſchrockn brechli im B. nende

Do⸗ wir wu dacch d uns w nur d buͤcken