d— 33— ſchweiften unſre leichten Truppen umher, dem Feinde in vieler Hinſicht ſchadend. 4
Der Verluſt der Unſrigen und der des Feindes war ziemlich gleich; man ſchaͤtzte ihn bei Beiden auf 6000 Todte und Verwundete. Unſer Regiment hatte allein in dem moͤrderi⸗ ſchen Gefecht ſiebzehn Offiziere verloren und uͤber 300 Gemeine und Unteroffiziere, todt und verwundet. Gefangne wurden wenige einge⸗ bracht, weil keine Reiterei den Sieg benutzen konnte. Auch wurden nur wenige Kanonen genommen.
In der ſehr beſchaͤdigten Stadt lagen die Quartiere uͤberhaͤuft voll und die Wirthe hat⸗ ten es an dem Abend nicht gut. Suchend ging ich in meinem Quartier umher, um eine einſame Lagerſtaͤtte zu erſpaͤhen, und kam in dem ſehr weitlaͤuftigen Gebaͤude endlich in ein entlegenes Stuͤbchen, wo ich mehrere Kinder an einem Bette weinend fand. Ich ſchlug die Vorhaͤnge deſſelben zuruͤck und erſchrak nicht wenig, eine Frau im Sterben zu finden. Schon krank und elend hatte ſie den heutigen Tag uͤber das Bett nicht verlaſſen duͤrfen, und wurde hier von einer Kugel getroffen, die ih⸗ rem Leben noch in derſelben Nacht ein Ende


