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David Alroy / frei nach dem Engl. von D'Israeli
Entstehung
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erhob. Was bedurfte ich da noch der Zauberei? Was des Betrugs durch kleinliche Feinde, da ſeine Allmacht mich ſtützte? Meine Magie war ſeine Begeiſterung. Bedarf's noch des Beweiſes, daß bei ſolcher Hülfe mein Volk ſich ſchaarenweiſ' um mich verſammelte? Die Zeit wird kom⸗ men, wo aus unſerm alten Samen ein würdigeres Ober⸗ haupt entſtehen wird, das ſelbſt Du, Herr, nicht wirſt ver⸗ nichten können.

Was jene unglückliche Fürſtin anlangt, von der Ihr, wie mich's bedünkt, nicht eben mit großer Schonung ſprecht, ſo iſt ſie mein Weib, mein freiwilliges Weib, die Tochter eines Kalifen aber doch mein Weib, obgleich Eure Pfähle ſie bald zur Wittwe machen werden. Nicht ſtehe ich hier, um Rechenſchaft abzulegen wegen weiblicher Launen. Glaube mir, Herr, ſie überließ ihre Schönheit meinen ent⸗ zückten Armen unter keiner weitern Ueberredung als der, wie ſie ſich für einen Krieger und einen König geziemte. Sonderbar mag Dir's auf Deinem Throne vorkommen, daß die Blume Aſien's von einem ſo niedrigen Manne ge⸗ pflückt ward, als ich bin. Aber bedenke, daß die Zufälle des Glücks noch ſonderbarer ſind. Ich war nicht immer, was ich jetzt bin. Wir trafen früher auf einander. Es gab einen Tag, und das iſt nicht allzu lange her, wo ohne die Verrätherei einiger Schurken, die ich hier erblicke, das Glück wohl geneigt ſchien, unſer Loos gerade umzudrehen. Hätte ich geſiegt, ſo verſichere ich Dir, ich hätte mehr Gnade gezeigt.

Der König der Chovaresmier war der leidenſchaftlichſte aller Menſchen. Er hatte nach dem Zureden und Unter⸗ richte ſeiner Räthe geſprochen, welche ihm verſichert hatten, daß der Ton, in dem er ſpräche, Alroy dahin bewegen würde, alles einzugeſtehen, was er verlange, und beſon⸗ ders den Ruf der Fürſtin Schirin zu retten, welcher es bereits gelungen war, Alp Arslan zu überzeugen, daß ſie