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und Giaour's ſprechen wolle. Tiefe, allgemeine Stille folgte, und dann ertönte eine Stimme, laut, wie die des Adlers im Sturme.
„David Alroy!“ rief ſein Beſieger.„Du biſt heut hieher gebracht worden, nicht wegen Gerichts noch Urtheil. Gefangen genommen und bewaffnet gegen Deinen geſetz⸗ mäßigen Oberherrn, wirſt Du, wie jeder andere Rebell, auf Dein Loos bereits vorbereitet ſein. Ein ſolches Verbrechen allein verdient ſchon die härteſte Züchtigung. Was verdienſt denn aber Du, der Du beladen biſt mit tauſend Schänd⸗ lichkeiten, der Du Allah und den Propheten geläſtert, und mit Hülfe von Zauberkünſten und Beiſtand von Höllen⸗ mächten den Frieden von Königreichen geſtört, unendliches Blutvergießen veranlaßt, alle Geſetze, Religion und Sitte übertreten, die Gemüther der Dir ergebenen Anhänger ver⸗ führt, und vor allem durch einen unzweifelhaften Vertrag mit Eblis,*) durch die fürchterlichſten Zaubereien und ſchändlichſten Beſchwörungen die Sinne einer erhabenen Prinzeſſin, die bis dahin durch die Uebung jeder Tugend berühmt, und vom eigenen Stamme des Propheten war, gefeſſelt haſt?
„Betrachte dieſe Pfähle von Palmenholz, ſpitziger als eine Lanze! Die ſchrecklichſte Vergeltung, welche Menſchen⸗ witz für Verbrechen erdenken konnte, wartet Dein. Deine Schandthaten aber übertreffen alle menſchliche Rache. Schau hin, zu Deinem genügenden Lohne, auf jene hölliſchen Mächte, durch deren ſchwarze Mitwirkung Du ſolche Un⸗ glücksfälle bewirkt haſt. Deine Strafe iſt öffentlich, damit Jedermann erfahre, daß der Schuldige ihr nie entgeht, und daß, wenn Dein Herz auch nur von dem kleinſten Grade der Zerknirſchung wegen Deiner zahlreichen Schlachtopfer durchdrungen iſt, Du heute durch das freie Bekenntniß der
*) Der mohamedaniſche Teufel.
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