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es, daß viele von ihren Truppen, wenn man ſie ſo nen⸗ nen darf, erſt in dem entſcheidenden Augenblicke, wo ſie in's Feuer mußten, auf dem Platze anlangten. Sie hat⸗ ten ſich oben auf einer Anhoͤhe, in der Entfernung von etwas mehr als einer Meile von der Bruͤcke, aufgeſtellt. Den Mittelpunkt nahm die Straße ein, und war mit einigen Matroſen und 2— 300 Seeſoldaten, den einzigen disciplinirten Truppen der Amerikaner, beſetzt. Einige Plaͤnkler(lauter Militzen) ſtanden am Ufer des Fluſſes,
und zwei Stuͤcke Geſchuͤtz waren an einem Punkte auf⸗
geſtellt, der den Uebergang uͤber die Bruͤcke beherrſchte. Hier war das Gefecht nur kurz, doch ſcheint es nach den Kriegsberichten der Englaͤnder, daß ſie bei dem Uebergang uͤber die Bruͤcke durch die Artillerie viele Leute verloren. Das Terrain vor den Matroſen und Seetruppen war ein maͤßig ſich erhebender Abhang und ganz offen; hier war das Gefecht ziemlich hitzig. Die Brittiſchen Kolonnen mußten ſich zertheilen, und General Roß fing an zu mandvriren. Allein die Militzen warteten nicht, bis ſie umgangen waͤ⸗ ren, ſondern zogen ſich, die Fechtenden ausgenommen, ohne einen Schuß zu thun, zuruͤck. Die Matroſen und Seeſoldaten hielten tapfer aus, mußten aber endlich auch zuruͤckweichen, um nicht in Gefangenſchaft zu gerathen. Die Artillerie fiel ganz in die Haͤnde des Feindes. Dieß
iſt im Weſentlichen die ſogenannte Schlacht bei Bladens⸗
burgh. Der Verluſt der Amerikaner war unbedeutend, und betrug nicht ganz zweihundert, der der Englaͤnder gegen drei bis vierhundert Mann.—
Die Anordnungen des Befehlshabers der Amerika⸗ ner waren freilich nicht die beſten. Es war ein geſchick⸗ ter Advokat aus Maryland, der den Einfluͤſterungen des Ehrgeizes Gehoͤr gegeben, der manchmal Helden macht. Er hatte kurz vorher die Feder mit dem Schwert ver⸗ tauſcht, und wußte wahrſcheinlich von dem neuen Hand⸗ werke ſo wenig, als Sie von dem ſeinigen. Doch dem ſey wie ihm wolle, haͤtte er ſeine Mitbuͤrger(denn Solda⸗


