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ſondern Wahrheit.
— Der Unglückliche, wie beklage ich ihn, fiel der Statthalter
mit erheuchelter Theilnahme ein.
— Gott und die heilige Jungfrau mögen Dich in ihren
Schutz nehmen, mein Sohn, nahm der Biſchof mitleidsvoll das Wort; Deine Seele iſt krank, möge ſie bald geneſen und erlöſt werden.
Er entfernte ſich, gefolgt von dem Statthalter, während die Mönche, welche niedergekniet waren, bei dem Kranken blieben.
Nachdem der Herzog von Arkos noch ein kurzes Geſpräch mit dem hohen Geiſtlichen geführt hatte, entfernte er ſich.
— Der Himmel ſchütze auch Sie, Hoheit, rief er, als Jener ging, er möge Ihren Geiſt erleuchten zum Wohle des Landes und zu Ihrem eigenen.
— Amen!— ſagte der Herzog von Arcos und ſchritt zur Thür hinaus.
Er trat den Rückweg nach dem Caſtel Nuovo gedankenvoll an und gelangte zerſtreut in ſein Gemach.
Eine Stunde ſpäter eilte ein Bote nach— Averſa, und der Geheimſekretair hatte den Auftrag erhalten, Einladungen an die benachbarten Regenten zur Vermählungsfeier ſeiner Tochter
auszufertigen.
Unheil anrichten, irch Gift— das iſt keine Verläumdung,


