Die Exploſion.
Von dem Augenblicke an, als Maſaniello am Morgen nach jener Nacht, in welcher ihn ſeine Gattin vor ſeinen Ge⸗ fährten gewarnt und er ſpäter Salvator's und Giulio's Beſuch empfangen, die Hütte verlaſſen hatte, ging in ſeinem Charakter und Benehmen eine unbegreifliche Veränderung vor.
Er hatte die Nacht, wo die zügelloſen Schaaren, freilich ohne ſeinen Befehl dazu empfangen zu haben, plündernd und ſengend die Stadt durchzogen, zum Theil mit ſinnloſem Zeit⸗ vertreibe verbracht..
Als er nun am Morgen ſeine Wohnung verließ, war er eigentlich mit der Lage der Stadt ganz unbekannt.
Zunächſt begab er ſich zu dem alten Celeſto, dieſen fand er von einer gänzlichen Niedergeſchlagenheit ergtiffen.
Der alte Mann hatte ſeine Kräfte auf's Aeußerſte ange⸗ ſtrengt, und der ſtarre Blick ſeines hohlen Auges, ſowie die Gluth ſeiner Wangen verriethen, daß ſeine körperlichen und geiſtigen Kräfte nicht ausreichend waren, den Anforderungen zu entſprechen..
Als der junge Fiſcher eintrat, ſaß er in ſich gekehrt auf einem Holzſtuhl, ſeine Züge waren abgeſpannt und mürriſch.
Maſaniello betrachtete ihn mit Ueberraſchung, zugleich aber mit einem Ausdruck von Entſchloſſenheit.
— Nun, Fiſcher von Amalfi, begann der Alte, Ihr ſeid ohne Zweifel von dem Fiebertraum der vergangenen Nacht befreit und habt die Poſſen ſatt, wollt Ihr Euch nun
Bas pfer von Amalfi.(Bd. II. 14 21


