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In den Gewölben des Todes. A Bevor wir weiter gehen, wird es nothwendig ſein, dem Leſer einen kurzen Ueberblick über die Zuſtände Neapels zur Zeit unſrer Erzählung zu geben. 4 Als die Krone von Neapel auf die ſpaniſchen Könige ge⸗ kommen war, wurde das Land von ſpaniſchen Granden als S th ner verwaltet, die dieſes hohe Amt zu dem Zwecke er⸗ hiellen durch Ueberredung, wenn es anging, auch gewaltſome Mittel, wo es nöthig, ſogar durch Erpreſſungen aller Art die Heere zu unterhalten, mit welchen jene herrſchſüchtigen und hab⸗ gierigen Könige ihre Uebermacht über Europa behaupten wollten. Sie wußten, daß die Herbeiſchaffung von Geldmitteln für die Abſichten ihres Königs zu den Pflichten gehörte, die ihnen
oblagen, daß ihr Amt von kurzer Dauer war, und entweder die
Gunſt des Hofes oder Verbannung in das Privatleben nach ihrer Zurückberufung ſie erwartete. 7 Das Königreich Neapel war lange ein Schauplatz der Hab⸗ ſucht und Bedrückungen der Regierung, ſowie der Armuth und der Noth des Volkes. 4 Abgeſehen von den gewöhnlichen Urſachen des Elendes ward Neapel auch noch, durch eine jährliche Truppenaushebung ge⸗ ſchwächt, welche namentlich zur Verſtärkung derjenigen Heere n fruchtloſen Kampf kämpfte, in den das Haus Habsburg verwickelt war. Die bisherigen Einkünfte des Königreichs, ehemals 5000 Kronen, betrugen jetzt 9,000,000 Livres, außer welcher unge⸗ heuren Summe Karl V. in acht und vierzig Jahren zehn ſo⸗ genannte Geſchenke, jedes von 3,000,000 erhielt.——
NPhilipp II., welcher vierzig Jahre regierte, empfing zwei und zwanzig ſolcher außerordentlichen Gaben, jede von der oben⸗
genannten Summe. Unter Philipp III. und IV. bis zum Jahre
1466 betrugen die außerordentlichen Abgaben dreihunderttauſend Millionen.
Dieſes aber war noch nichts im Vergleich zu der Steuer,
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