Teil eines Werkes 
[1. Bd.] (1865)
Entstehung
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Er verneigte ſich ehrfurchtsvoll vor dem Statthalter, welcher bei ſeinem Anblick unwillkürlich zuſammenfuhr.

Don Silva, Spanier von Geburt, ſagte Herandez, wird ſich die Ehre geben, Euer Hoheit von ſeinem Wiſſen in Kennt⸗

niß zu ſetzen. G DerGettatore, denn er war es, trat auf einen Wink des

Statthalters näher und beantwortete die an ihn gerichteten

Fragen, nachdem er eine kurze Mittheilung gemacht hatte.

Der Duca hatte ihn mit Staunen und Entrüſtung ange⸗ hört und maß dann mit langen Schritten das Zimmer; man ſah es ihm deutlich an, daß eine ungewoͤhnliche Unruhe ſich ſeiner bemächtigt hatte.

Herandez folgte aufmerkſam mit einem Ausdruck diaboliſcher Befriedigung jeder Bewegung des Duca, der wieder vor dem Gettatore ſtehen blieb.

Und Sie ſagen die Wahrheit Don Silva? fragte er ruhiger.

Sangue di dio(Gottes Blut) ich gebe meinen Kopf für

meine Worte, ich werde mich heute Nacht in die Katakomben ſchleichen, wo es nicht geheuer ſein ſoll, und hoffe Euer Hoheit einen umfangreicheren Bericht erſtatten zu können.

Der Statthalter ſchien befriedigt und gab dem Späher einen Wink, ſich zu entfernen.

Es iſt ein wahrer Juwel von einem Späher, bemerkte Herandez, als er ſich dem Statthalter gegenüber allein befand; Dank ſeinen Bemühungen werden wir ſehr bald etwaigen Ver⸗ ſchwörungen auf die Spur kommen.

Und Sie könnten glauben, daß ſich ſolche bilden?

Nach der Haltung des Volkes bin ich davon überzeugt, es thut nichts, wir haben zwar wenig Soldaten und keinen großen Ueberfluß an Geſchützen, aber mit dem bloßen Volke werden wir ſehr bald fertig werden; anders möchte es ſich ver⸗ halten, wenn ſich der Adel mit dem Pöbel verbindet, wie es aus dem Verhalten des Prinzen Caraffa hervorgeht; er iſt übrigens zurch eine Anwandlung von Großmuth zum Abgott des Pöbels

eworden, denn dieſer brachte ihn geſtern in einem wahren riumphzuge nach dem Palaſte ſeines Vaters in der Toledo⸗

faße, den er während ſeines Aufenthaltes in Neapel bewohnt..

Sein braver Vater iſt mein der Regierung Freund,

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der edle auf ſein Rath; u Aber bei um an dem Ged öfentlich und ich

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