Teil eines Werkes 
[1. Bd.] (1865)
Entstehung
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So waren zu jener Zeit wie zum Theil noch heutigen Tages

die meiſten Hütten der abgehärteten und ſchlichten Küſtenfiſcher,

und nach einer ſolchen Wohnung nahmen Giulio und ſeine bei⸗ den Gefährten ihren Weg. Während wir ſie ihrem Ziele zu wandern laſſen, wollen wir einige Augenblicke zu dem Führer des Bootes zurückkehren. Dieſer hatte ſich kaum eine Viertelſtunde am Strande be⸗ funden, als ein zweites Boot nahte.. Eine verhüllte, männliche Geſtalt trat auf den Ruderer zu

und dieſer ſprang vom Boden auf, auf welchem er ſich zum Aus⸗

ruhen niedergeſtreckt hatte.

Der Fremde war hoch gewachſen und ſein Geſicht ſo ver⸗ hüllt, daß der Ruderer davon nichts, als zwei dunkelglühende Augen erkennen konnte, welche in der Nacht leuchteten, wie die eines Tigers.-.

Bei der heiligen Jungfrau! murmelte der Ruderer, deſſen Körper plötzlich zitterte, wie ein Blatt im Winde; dieſer Menſch hat den böſen Blick, den Blick eines Gettatore, er bringt Unheil, Santa Maria, ſteh mir bei, ſetzte er, ſich bekreuzigend, hinzu.

Es herrſchte zu jener Zeit, wie zum Theil noch heute, ein ſo allgemein verbreitetes Vorurtheil, daß der Blick gewiſſer Men⸗ ſchen unheilbringend ſei, daß ſogar die vornehmſten und hochge⸗ ſtellteſten Edelleute von dieſem Vorurtheil nicht frei waren; ſolche Menſchen nennt man noch jetzt Gettatore(Blickwerfer).

Der zitternde Ruderer wagte nicht, den Menſchen, der un⸗ beweglich vor ihm ſtand, zu betrachten, er murmelte vielmehr unzählige Paternoſter und beſchwor alle Heiligen, um ihn vor dieſem Höllengettatore zu ſchützen.

Von wo kommſt Dus redete ihn endlich der Letztere mit einer ſchneidenden, durchdringenden Stimme an; antworte mir bei Deiner armen Seele der Wahrheit gemäß, wenn Du lügſt, ſo wird mein Blick Dir das gräßlichſte Verhängniß heraufbe⸗ ſchwören. b

Was ſoll ich ſagen, Excellenza? rief der arme Ruderer immer heftiger zitternd.

Zuerſt will ich wiſſen, woher Du kommſt? 2

Direct von Neapel.

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