Teil eines Werkes 
4.-6. Bändchen (1844)
Entstehung
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Borgſtedt's ſcharfes Auge zu ſeiner großen Verwun⸗ derung dieſelbe Reiſetaſche, die Graf Albano in jener geheimnißvollen Nacht in der Grotte vor ſich auf dem kiſch gehabt, aber dann auf die Moosbank geworfen hatte.

Aha! ſteht es ſo? dachte der Greis, und ein Schimmer brach ſich jetzt durch das Labyrinth der räth⸗ ſelhaften Vermuthungen, in denen er ſo lange herum⸗ getappt hatte.Die gehört alſo dem Baumeiſter, iſt von ihm zurückgelaſſen, von dem Grafen aber gefunden worden, der ſie geöffnet und Dinge gefunden hat, die ſtark genug waren, um ihm den Kopf zu verdrehen. Nun, ich bin begierig, wohin das jetzt führen ſoll, ver⸗ muthlich in einen hölliſchen Abgrund; denn nur ein Ding konnte ihn in den Zuſtand verſetzen, worin ich ihn fand. Und dieſes Ding ja, ja! So unglaub⸗ lich es auch ſcheinen mag, ſo war doch in der ſchwarzen Lederhülle dort ein Leitfaden dazu. Hm! hm! wenn ich das begreife! Liebesbriefe können ſie nicht gewechſelt haben; ſo weit war es nicht gekommen, darauf könnte ich ſchwören. eiler war zu ſehr mit ſich ſelbſt beſchäftigt, um auf die Forſchungen des alten Borgſtedt Acht zu geben.

Und nachdem es der letztere für paſſender gefunden hatte, jene in ſeinem eigenen Zimmer, als in dem des Architekten fortzuſetzen, wünſchte er ſeinem Gaſte wohl zu leben; und nach einigen unbedeutenden Fragen und Antworten trat der Alte ab, um den Faden des verwor⸗ renen Gewebes herauszufinden.

Sobald Leiler allein war, ſchob er den Riegel vor und warf ſich auf den Sopha. In demſelben Augen⸗ blicke legte er auch ſeine Maske ab. Man hätte ſehen ſollen, wie dieſe eben noch ſo ſchönen und ruhigen Züge in Aufruhr geriethen. Anfangs ruhte eine finſtere Nacht über ihnen; aber allmählig ſchimmerte in ihr ein graues Morgenlicht. Der Tag beſiegte die Nacht, die Schatten ſanken und es wurde hinlänglich hell, um den Kampf zwiſchen den äußern und innern Kräften, die brauſend