Teil eines Werkes 
2. Bd. (1863)
Entstehung
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278 Dreiunddreißigſtes Kapitel.

„Wenn es nichts weiter iſt, beſter Doctor, ſo können Sie ſich auch darin auf den Goldſtein verlaſſen; es iſt das ein Stein, wie von Gold, ein Herz, wie von Diamant, überhaupt um zu ſagen, ohne Unredlichkeit, ein koſtbarer Kerl.“ Der Sprecher rieb ſich heiter die Hände und blickte ſeinen Nachbar an, der ruhig vor ſich hin ſummend und dabei milde lächelnd zum Wagenfeſter hinaus auf die ver⸗ ſchleierte Landſchaft ſah. Durch eine Biegung des Weges war es dem Doctor möglich, rechts neben ſich auf der Höhe die hohen, weißen Mauern ſeiner Anſtalt zu erblicken.„Ein Gefängniß,“ murmelte er mißmuthig zwiſchen den Zähnen, „ein Kerker, und ich von heute an in doppelten Banden!“ Seine Augen blickten von dem Hügel hinab und folgten einem Wagenzuge, der ſchon in ziemlicher Ferne mit dam⸗ pfender Locomotive gegen Süden fuhr und eben im Be⸗ griffe war, zwiſchen einer durchſchnittenen Hügelkette zu verſchwinden.„Es würde gar keinen Verdacht erregen,“ fuhr er in ſeinen Gedanken fort,„wenn ich morgen ſchon die Papiere zu Geld machte und dann ein bischen in die Welt hinausreiſ'te.“

Es iſt ein behagliches Gefühl, an eine Vergnügungsreiſe zu denken, man läßt dieſes behagliche Gefühl gern nach außen dringen, woher es auch wohl kam, daß das Geſumme des Dr. Henderkopp in eine verſtändliche Melodie überging, und er pfiff die Weiſe des Liedes:

„Es kann ja nicht immer ſo bleiben Hier unter dem wechſelnden Mond,“

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