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„Künftig Niemand mehr anſieht,“ wiederholte Herr Schwebeling und ſetzte in lautem, muthigem Tone hinzu: „Und daran trägſt du allein die Schuld mit deiner ewigen Rechthaberei, mit deinem ſtarren, unbeugſamen Willen— der es durchgeſetzt— daß Alles— ſelbſt Sachen, von denen du gar nichts verſtandeſt— nach deinem Kopfe gehen mußten— aber auch das,“ ſetzte er den Kopf auf⸗ werfend hinzu,„ſoll und muß nun ſein Ende erreicht haben— und ich werde dir künftig zeigen, wer— wer — eigentlich der Herr im Hauſe iſt!“
Dieſe letzten Sätze hatte er ſchüchtern, faſt verzagt, ausgeſprochen, denn die unerklärliche Ruhe und Sanftmuth ſeiner Frau, ihr langſames Nicken mit dem Kopfe, der eigenthümlich ſtarre Blick ihrer Augen begannen ihm un⸗ heimlich zu werden, ja, er verließ den ſchützenden Ofen⸗ ſchirm und näherte ſich dem Fenſter, wobei er anfing, beſorgte Blicke mit ſeinen Töchtern zu wechſeln.
Da wurde raſch und haſtig die Thüre aufgeriſſen und auf der Schwelle erſchien der junge Schwebeling mit blei⸗ chen, verſtörten Zügen. Er hatte ſeine kleine bunte Mütze ſo tief auf die Naſe herabgedrückt, daß ſeine Augen da⸗ durch beſchattet wurden, vermuthlich nur, um ein ſeltſames Zwinkern ſo wie den feuchten Glanz derſelben zu ver⸗ bergen. Seine Weſte hatte er weit geöffnet, wie um ſich Luft zu machen, und dabei ſein buntes Corpsband zerriſſen, ſo daß es auf beiden Seiten der Bruſt her⸗ abhing.
„Du weißt es alſo ſchon?“ ſchluchzte ſeine ältere


