Hausblätter für 1858.
Herausgegeben von
F. W. Hackländer und Edmund Hoefer.
Die Hausblätter, welche ihren vierten Jahrgang beginnen, haben auch in dem verfloſſenen Jahre ihren Rang behauptet und ſich der vollſten, immer ſich ſteigernden Theilnahme des Publikums zu er⸗ freuen gehabt. Der Erfolg und Anklang aber, den das Blatt ge⸗ funden, beweiſen es, wie gern man einmal von allen politiſchen, re⸗ ligiöſen und kommerciellen Wirren ausruhen will, wie ſehr man ſich ſehnt, ſein eigenes Leben und das der täglichen Umgebung auf einige Stunden zu vergeſſen über einem Bilde des Lebens. Man hat aber ſelten Zeit zu langen, bändereichen Romanen, und keinen Geſchmack an phantaſtiſchen Träumereien und Nebelbildern, man will kurze Stücke und doch Abrundung und Wahrheit, mit einem Wort— die Ge⸗ ſchichte, wie ſie in unſerer neueren Litteratur hervortritt, und wie wir dieſelbe in den Hausblättern bringen,— ſittlich, aber nicht prüde, — wahr, aber nicht niedrig,— dem Erwachſenen und Erfahrenen eine intereſſante Unterhaltung und der Jugend eine geſunde, bildende, anregende Nahrung,— und endlich keine Ueberſetzung, ſondern hervorgegangen aus dem deutſchen Herzen und Gemüth und aus dem deutſchen Leben..
Wir können mit gerechtem Stolz auf den jetzt beendigten Jahr⸗ gang zurückblicken. Er enthält eine Reihe ſolcher Geſchichten, wie man ſie nicht leicht in einem andern Buch oder Blatt vereint finden möchte, und wir können nach dem Material, welches uns ſchon jetzt vorliegt, mit Sicherheit verſprechen, daß der vierte Jahrgang nicht weniger gut vor Publikum und Kritik beſtehen wird. Ebenſo werden wir auch im zweiten Theil des Blatts dem Publikum wie bisher eine Menge der intereſſanteſten und unterhaltendſten Beiträge zu bieten im Stande ſein.
Von den„Hausblättern“ erſcheinen unverändert monatlich 2 Hefte gr. 8. von je 5 Bogen in Umſchlag und koſten vierteljährlich 1 Rthlr. 6 Sgr. oder 2 fl. 6 kr. Rhein.
Pünktlich je am 1. und 16. jeden Monats wird ein Heft aus⸗ gegeben. Am Schluß eines jeden Quartals erſcheint Titel und In⸗ halt deſſelben, ſo daß es einen vollen Band von 30 Bogen bildet.— Den ungewöhnlich billigen Preis ſtellt die unterzeichnete Verlags⸗ handlung in der Vorausſetzung einer lebhaften Betheiligung des Publikums.
Beſtellungen nehmen alle Buchhandlungen an. Verlagshandlung von Adolph Krabbe.


