Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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Ottokars Worte nachgedacht hatte. Es ſei ſo, wie Ihr ſagt. Bezeichnet mir den Ort, wo Eure Bürger weilen, damit ich ſie hierher rufen laſſe.

Sie würden ſicherlich nicht Eurem Rufe folgen, denn noch betrachten ſie Euch und die Eurigen als ihre Feinde, gab Ottokar lächelnd zur Antwort. Doch wenn Ihr mir erlaubt, vor das Zelt zu treten, ſo werden ſie bald alle hier ſein.

So bös iſt's mit der Geißel nicht gemeint, daß ich Euch nicht volle Freiheit innerhalb meines Lagers verſtatten ſollte, ſagte Waldenfels ebenfalls lächelnd. Und wenn ich Euch dabei begleite, ſo geſchieht es nur als Freund, der ich Euch hoffentlich ſtets werde bleiben können.

Beide traten vor das Zelt und Ottokar gab hier das für dieſen Fall verabredete Zeichen durch Klatſchen mit den Händen.

Sind die Bürger ſo nahe, daß ſie dieſes Zeichen vernehmen? wollte der Ritter verwundert fragen; als aber der aufmerkſame Peter das Signal ſofort wiederholte, ward er des jungen Mannes Vorſicht inne. Ein wenig ſcheint Ihr Euch auf den Krieg ſchon zu verſtehen, ſagte er lächelnd zu Ottokar; nun, Vorſicht iſt in allen Dingen gut.

Bald ſah man die Bürger erſcheinen, die nicht wenig überraſcht waren, ſtatt des vermutheten Kriegsheeres nur eine ſo geringe Schaar zu finden. Peter kam mit ihnen. Wal⸗ denfels erſuchte ſie höflich, von den Pferden zu ſteigen und ihm in das Zelt zu folgen.

Ich habe mit Staunen von dem Syndikus ver⸗ nommen, daß man in den beiden Städten der Meinung iſt, ich und die Reiſigen hätten Arges gegen ſie im Sinne, re⸗ dete er hier die Bürger an. Ich ſchwöre bei meiner Rit⸗ terehre, daß dies nicht der Fall iſt; nur wenn Ihr ſelber uns riefet zur Hülfe gegen Euren Rath, dann wären wir gekommen zum Beiſtande der Bürger, und als Freunde,