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Der Contratt. 303
knaben allein; vor dem Hauſe war aber Geſellſchaft genug, denn an der Stelle, auf der Uhl und ich damals die Nacht campirt hatten, lagerten jetzt drei Familien die nach Texas ziehen wollten..
Als wir uns eben zum Schlafengehen anſchickten, kam ein alter Mann in's Haus und ſagte dem Wirth, er ſei nicht ganz wohl und möchte daher gern unter Dach und Fach ſchlafen. Nach erhaltener Erlaubniß breitete er ſeine Decke am Feuer aus und ſetzte ſich noch eine Weile auf dieſelbe, mit beiden Armen ſein linkes Knie umfaſſend und ſtarr in die Flamme ſehend.
Der Negerjunge, der ſich in einer Ecke des Kamins nieder⸗ gekauert hatte, betrachtete den Alten aufmerkſam, ohne daß dieſer weiter Notiz von ihm genommen hätte, bis er ſich plötz⸗ lich gegen ihn wandte und zu ihm ſagte:„Höre, lieber Junge, ich habe Nachts immer böſe Träume, die mich arg
peinigen, möchteſt Du mich wohl recht tüchtig ſchütteln, wenn
ich zu reden und mit den Händen umherzuſchlagen anfinge?“ Der Junge nickte, während das Weiße in ſeinen Augen ſich noch um ein Bedeutendes zu vergrößern ſchien.„Aber,“ fuhr der Alte fort,„ich habe einen ſehr feſten Schlaf, und Du mußt mich derb ſchütteln.“ Der Junge nickte ſtärker.„Recht ſtark, verſtehſt Ddu? Wenn Du es thuſt, will ich Dir einen bit(etwa 5 Groſchen) geben.“ Der Junge grinzte jetzt ſo fürchterlich, ſein großes Maul von einem Ohre bis zum an⸗ deren ziehend und nickte dabei ſo ſchrecklich, daß ich wirk⸗ lich Angſt hatte, der obere Theil ſeines Kopfes würde ab⸗ fliegen.
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