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ter dieſen eine ziemlich große Zahl ſtädtiſch gekleideter Advoka⸗ ten und Kaufleute von Little Rock, die theils Neugierde, theils wirkliche Luſt zu kaufen hier heraus in den Wald ge⸗ trieben, erkannte. Schweigend, und von ſeinem Begleiter dicht gefolgt, ſeine Büchſe über der Schulter, ſeinen großen Hund hinter ſich, ohne zu grüßen, ohne umzuſehen, ſchritt er zwiſchen der Schaar durch und auf das Haus zu, in deſſen Thür ein junges, bildhübſches vielleicht vierzehnjähriges Mädchen ſtand, und ihm freudig und herzlich beide Hände entgegenſtreckte. „Oh Gott ſegne Euch Mr. Owen“ rief ihm das etwas bleich und angegriffen ausſehende Kind entgegen—„wie froh, wie glücklich bin ich daß Sie endlich angekommen ſind; ich hatte ſchon ſolche Angſt Sie— Sie würden—“ „Doch nicht fortbleiben heute, Jenny?“ lachte der Jäger, gutmüthig ihre zarten Wangen und das goldene Haar aus ihrer Stirn ſtreichend—„nein mein Kind, wir verlaſſen Dich nicht, darauf darfſt Du bauen; dieß iſt deine Heimath und ſoll es bleiben und wenn wir Alle unſere Heerden verkaufen müß⸗ ten, ſie Dir zu erhalten— wohin es aber nicht kommen wird. Wie gehts Deiner Großmutter, Herz?“ „Schlecht Mr. Owen, recht ſchlecht— die vielen Men⸗ ſchen da draußen machen ihr Angſt— ſie hat ſtärkeres Fieber
heute gehabt, und iſt vor einer halben Stunde etwa nur erſt
eingeſchlafen.“
„Hier hab' ich Dir was zu leben mitgebracht, Jenny, ſagte der Jäger, dem Kinde lächelnd das Kinn emporhebend— ein junger Truthahn, aber feiſt wie Butter; die ißt Du ja


