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ſeines ſämmtlichen Viehſtands, mit Ausnahme eines einzigen Pferdes betrafen, an einen Advokaten in Little Rock, einen ſonſt ſchlauen und durchtriebenen, aber erſt ſeit kurzer Zeit aus den öſtlichen Staaten hierhergekommenen Burſchen, für den hal⸗ ben Werth gegen baar Geld, womit er Arkanſas verließ.
Der Advokat, ein gewiſſer Kowley, reiſte ohne Weiteres nach Oaklandgrove hinüber, ſein Eigenthum in Beſitz zu nehmen, fand ſich aber hierin getäuſcht, erfuhr daß Olnitzkis Frau, die Einzige die nach den Begriffen der Nachbarn etwas zu ſagen habe, Farm und Vieh einer Waiſe geſchenkt habe, die der von Olnitzki erſchoſſene Riley hinterlaſſen, die Nachbarn es übernommen hätten die Farm für dieſe zu bewirthſchaften, bis ſie den Beſitz ſelber antreten könne, und daß keine Klaue und kein Huf von dieſem Eigenthum ihre„range“ verlaſſen ſolle, in andere Hände überzugehen.
Mr. Kowley ſah ſich genöthigt unverrichteter Sache nach Little Rock zurückzureiten; aber keineswegs geſonnen ſich„in ſeinem guten Recht“ durch eine Bande geſetzloſer Squatter, wie er ſie nannte, ſtören zu laſſen, machte er die Sache in Little Rock anhängig, und ein ordentlicher Proceß entſtand, von deſſen Koſten ſich die Squatter ſchon durch das ſie ſchützende Geſetz)
*) In Arkanſas kann und darf kein Anſiedler wegen irgend welcher Schulden gepfändet werden, wenn er nicht mehr hat, als ihm das Ge⸗ ſetz an Eigenthum geſtattet und für ſeine Exiſtenz für nöthig hält. Seine Wohnung, ſein Bett, ſeine Büchſe, ſein Ackergeräth, ſein Pferd und zwei Kühe dürfen nicht angerührt werden, und ſo gerecht und wohlthätig das Geſetz auch ſein mag, läßt ſich denken daß es manchmal gemißbraucht


