Teil eines Werkes 
5. Bd. (1855)
Entstehung
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Die Wirthsleute brauchten nicht zu wiſſen daß er irgend etwas Nöthiges mit den Gerichten zu thun hatte.

Hopfgarten, auf ſeine erſte Anfrage gleich an das Court oder Gerichtshaus gewieſen, fand bald in deſſen Nähe die Wohnung des Staatsanwalts, dieſen aber leider nicht zu Hauſe. Er war ansgegangen, wurde aber gleich nach Tiſch zurück erwartet.

Das war fatal, ließ ſich jedoch nicht ändern, und obgleich Hopfgarten große Luſt hatte, indeſſen zu einem anderen Advo⸗ katen zu gehn, hielt er es doch für beſſer zu warten, um dann durch den Staatsawalt gleich durchgreifende Mittel anzuwen⸗ den. Der Burſche mußte endlich einmal unſchädlich gemacht, und der ſo reichlich verdienten Strafe überliefert werden.

Nach ſeiner Uhr ſehend, fand er, daß übrigens nur noch eine Viertel Stunde an ein Uhr fehlte und drehte eben wieder in die Straße ein, nach ſeinem Gaſthaus zurück zu gehn, dort raſch zu eſſen, und keinen Augenblick ſeiner koſtbaren Zeit zu verſäumen, als ihm, eben wie er um die Ecke bog, zwei Män⸗ ner begegneten und faſt gegen ihn anrannten, in deren Einen er mit nicht geringer Ueberraſchung den ſo ſehnſüchtig ver⸗ folgten, in dieſem Augenblick aber doch nicht erwarteten oder gewünſchten Soldegg oder Henkel, wie er jetzt wieder hieß, erkannte. 1

Hallo Herr von Hopfgarten, rief ihm dieſer freundlich und jedenfalls ganz unbefangen entgegendas freut mich wahrhaftig, daß wir uns wieder einmal in den Weg laufen.