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venfieber oder einen Choleraanfall an den Hals wünſchen— guten Morgen Herr Doktor.“
„Guten Morgen Herr von Hopfgarten— beehren Sie mich bald wieder.“
„Holzkopf,“ brummte Hopfgarten leiſe zwiſchen den Zäh⸗ nen durch, als er langſam die Straße hinaufging, aufmerkſam die Schilder über den Thüren betrachtete, und die Firmen las, den rothen Drachen herauszuſuchen.
Mit Hülfe von ein paar Deutſchen, denen er unterwegs begegnete, und die ihn bereitwillig bis zu der Thüre des Wirthshauſes begleiteten, fand er dieſen endlich und trat hin⸗ ein. Der rothe Drachen unterſchied ſich im Aeußeren übrigens durch Nichts, als ſein Schild— einen furchtbaren rothen Dra⸗ chen, der eben einen armen Handwerksburſchen oder fonſt ein unglückliches Menſchenkind gefangen und ſchon halb verſchluckt hatte— von den übrigen Gaſthäuſern dieſer Art,„Deutſches Koſthaus zum rothen Drachen“ ſtand auf einem weißen Schild mit großen rothen Buchſtaben über der Thür und die kleine bar(der Schenkſtand) unten im Haus, hatte eben das ſtereo⸗ type Aeußere, wie alle dieſe ähnlichen zahlloſen Einrichtungen durch die ganzen Vereinigten Staaten. Aber gleich nach ſeinem erſten Eintritt merkte Hopfgarten einen fühlbaren Unterſchied zwi⸗ ſchen dem rothen Drachen undanderen, mit ihm auf gleicher Stufe ſtehenden Gaſthäuſern, die er bis jetzt betreten, und die ſehr zu Gunſten dieſes Platzes ausfielen: ſeine große Reinlichkeit, die hier die ſorgſame fleißige Hand einer tüchtigen Wirthin verrieth, und einen wohlthätigen Eindruck auf den Fremden,
Gerſtäcker's Nach Amerika. vV. 16


