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Fräulein von Seebald befand ſich aber jetzt wirklich in Verlegenheit, denn in der feſten Ueberzeugung, und gar nichts anderes für möglich haltend, als daß eine Poſt doch wenig⸗ ſtens die Woche ein paar Mal nach jener Anſiedlung, auf der ihre Schweſter wohnte, hinauf laufen müſſe, hatte ſie ihr ganzes Gepäck, drei Koffer und mehre Hutſchachteln mit noch ein paar kleinen Kiſten, die Geſchenke für Schweſter und Schwager enthielten, mit an Bord des Dampfers genommen. Wie ſollte ſie die jetzt mit fortbringen, in den Wald hinein? und fort mußten ſie, denn ſie brauchte, wie ſie meinte, dort Alles nothwendig was ſie enthielten.
Charley Fiſcher half ihr da übrigens, als die Landung nur erſt überſtanden und er alle ſeine tauſend Freunde begrüßt und mit ihnen, wie er's nannte, Hands geſchäkt*) hatte, aus der Noth, denn er war erſtlich nicht der Mann irgend Jeman⸗ den, aus dem er irgend einen Nutzen zu ziehen hoffte, un⸗ beachtet zu laſſen, dann aber auch die gutmüthige Gefälligkeit gegen Damen ſelber, und glaubte hier noch dazu das doppelte Intereſſe an einer Reiſegefährtin nehmen zu müſſen. Kaum daher in die Stadt hinauf gekommen, ſah er ſich auch ſchon, alles Uebrige indeß hintanſetzend, auf das Eifrigſte nach einer möglichen Gelegenheit nach Oakland grove um, wozu die Landung ſelber der beſte Platz war, da dort faſt alle Gaſt⸗ wirthe, oder doch Leute von ihnen, bei der Ankunft eines Dampfers zuſammen kamen. Zufällig war in der That ein
*) To shake hands die Hand ſchütteln. Gerſtäcker's Nach Amerika. IV. 2


