Teil eines Werkes 
4. Bd. (1855)
Entstehung
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Nahen des heranbrauſenden Bootes die langen dunklen Hälſe hoch emporreckten, mit den Flügeln ſchlugen, und dann auf⸗ ſtrichen in ihren ſchnurgeraden Reihen, bis ſich der Führer hoch oben in blauer Luft ſeinen Zug keilförmig ordnete, und queer über den Wald weg hielt, einem ſtilleren Sumpf oder Binnenſee zu.

Ueberall ragten hier häßliche snags und sawyers(in Sand oder Schlamm unten feſtſitzende Stämme und Aeſte) aus der Fluth empor, den Lootſen in dem nicht ſo breiten Fahrwaſſer zu doppelter Vorſicht mahnend, und auch die Ufer dieſes Stromes, wie die des Miſſiſſippi, verriethen die Verheerungen, die er hier angerichtet am bewaldeten Ufer. Ganze Strecken der hohen, aus dem herrlichſten Fruchtboden beſtehendem Bänke waren unterwühlt, hunderte von mächtigen

Stämmen hineingeriſſen in die um ihre Aeſte jetzt quirlende

Fluth, und wieder und wieder bohrte und wuſch die Strömung unter den ſchon halb blos gelegten Wurzeln der nächſten Bäume, auch ſie nachzuholen in ihre gelben Strudel. Sycamoren, Baumwollenholzbäume, Eſchen und Cypreſ⸗ ſen, mit ſtämmigen Weiden am unmittelbaren Ufer, den Unter⸗ wald, wie am Miſſiiſſippi, oft von dichten faſt undurchdring⸗ lichen Schilfbrüchen gefüllt, bilden die Vegetation des Fluß⸗ landes, wenigſtens die, die vom Fluß ſelber aus dem Vorbei⸗ fahrenden ſichtbar iſt, und hier allerdings ſchleicht der ſcheue Panther Nachts zum Strome nieder, ſeinen Durſt zu löſchen, oder dem ſchlanken Hirſch aufzulauern, der das Waſſer des Arkanſas, ſeines Salzgehaltes wegen, eifrig ſucht; in dieſen 1*