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Schloß Hermand hinzuziehen.— Schon der Zug dahin gab dem Beobachter ein Vorbild der künftigen Begegniſſe. Kaum hatte Trommel und Trompete zum Abmarſch gerufen, ſo brachen die Soldaten aller Waffenarten ohne Ordnung auf, kein Fähnlein hielt ſeine Leute zu⸗ ſammen; mühſam gelang es den Offizieren endlich im Dorfe, welches das Schloß Hermand umkreiſete, die Untergebenen wieder zu ſammeln, und nur die Gefahr, die in nächſter Stunde dräuen konnte, nur das Wort Sturm und Schlacht vermochte die zerrütteten Gemüther wieder zur Beſinnung und Ordnung zu führen, aus der ſie der thieriſche Drang, Nahrung zu ſuchen, geriſſen hatte. Das Schloß war nur durch eine Mauer und einen Graben gedeckt; nur eine ſchwache Beſatzung lag darin, die ſich gleichwohl mannlich wehrte, bis das Geſchütz gegen Mittag ihre Bollwerke niederwarf, und die wenigen Türken davon von den wüthend eindringenden Deutſchen unter die Füße getreten wurden. Fünfzig Chriſten fielen in der Breſche; doch die Freude über das ſchnell gelungene Wagſtück ließ die Kriegsoberſten ihre Todten nicht zählen; deſto größer war aber ihr Schrecken, als ſie nicht die gehofften Magazine, ſondern nur einen Vorrath Lebensmittel, der für das Chriſtenheer etwa auf zwei Tage reichte, im Schloſſe vorfanden. Selbſt dem alten Katzenſteiner ſank jetzt der Muth; er befahl, den geringen Fund den Soldaten zu verhehlen, ſchloß ſich den Tag über ein in das innerſte Zimmer des Schloſſes, wo ihn ſein Sohn Michael fand, wie er ſtumm und düſter den Silberſchild mit ſeinem Wappen betrachtete, mit dem Finger auf die drei Standarten deutete, die ihm zum Helmzeichen gegeben waren, und leiſe dazu ſprach: Nichael, die Zeit iſt hin! Eine


