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Amurath iſt uns gegenüber, der Kirchenſchänder, der gottloſe Läſterer? fuhr der alte General wie ein kampf⸗ luſtiger Jüngling auf. Katzianer! Das bläſet meinen Unmuth empor zur Flamme des Haſſes. Hätteſt Du mein Kriegsvolk nicht hungern laſſen, ſo dürften wir morgen hinaus in das Blachfeld; dann wäre mein der ſchönſte Tag geworden, mich zu meſſen mit dieſem Re⸗ negaten, mit dieſem Judas auf Klinge an Klinge!
Scheltet den Biſchof von Agram und den Schlicken⸗ berg, anwortete Michael unwillig. Wird denn der Haß auch in dem Gerechteſten zum heilloſen Gifte, das auch das reinſte Auge blind macht? Verlangt Ihr vielleicht, der Vater ſollte die Hofbäckerei von Wien mitgenommen haben, und ſelbſt am Ofen wachen über die Kuchen für Euern Mund.— Der Graf drehte ſich abwärts mit zu⸗ ſammengebiſſenen Lippen, da ſtürmte ein Ordonnanz⸗ Offizier heran, fragte nach dem Oberſt, erzählte von des Vaters Angſt um ihn, und dieſer ſtand auf, ehr⸗ furchtsvoll von dem General Abſchied nehmend, ordnete ſeine Rüſtſtücke wieder, und folgte dem Boten lin des Lagers leichtgebauete Stadt.
Am Morgen nach dieſer Nacht ſaß der Kriegsrath des Heeres verſammelt im Prachtgezelte des General⸗ Feldoberſten. Der ſchwarze Adler in weiße Seide ge⸗ ſtickt, flatterte von der Kuppel des blendenden Leinen⸗
hauſes, deſſen Eingang mit Purpurdecken verhangen,
deſſen Boden mit koſtbaren Teppichen belegt war. Ueber den Zeltſtangen des Einganges prangte auf einem gro⸗ ßen Silberſchilde das Wappen der Feldmarſchalls, die


