Teil eines Werkes 
6 (1843)
Entstehung
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g.

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Eroberung. Nun kam das Geſchütz endlich dem Heere nach; das ſchönſte Geſtück ward hier aufgeführt; Alles lauerte ängſtlich auf den gewaltigen Donnerſchuß. Da hatten die Herren Arkebuſiere blöde Augen gehabt, kaum über das halbe Thal reichte die Kugel, und die Gene⸗ rale ſtanden mit blaſſen Wangen, und den Kriegsräthen ſchien der Rath ſelbſt zu gebrechen. Wie ſoll da der Soldat nicht zagen, wenn er in den Blicken der Feld⸗ oberſten den Muth erlöſchen ſieht! Still! fiel Stein⸗ brunn ein. Ich höre Hufſchlag vom Lager her! Beide ſtellten ſich gerade neben einander; die Schildwacht rief an, das Loſungswort tönte zurück, und ein halbes Dutzend Reiter kamen im Schritt herangeritten. Der General⸗Oberſt ſelbſt war es, Johann von Katzenſtein, und mit ihm More Laßlaw, der Oberſt der Huſaren, und Chunrik, der Sachſengeneral. Majeſtätiſch prangte auf dem ſchweren Hengſte die kräftige Geſtalt des Feld⸗ herrn, hoch und breitſchulterig, wie ein Hünenbild; der vergoldete Küraß engte die breite Bruſt, und unter dem langbefiederten Hute dräuete ein Heldenantlitz mit dun⸗ keln Blitzaugen und wohlgeformten Zügen, umflattert von dicken Graulocken, Gewitterwolken gleich, die zer⸗ ſtörende Wetterſtrahlen einhüllen.

Da iſt der Platz, General! ſagte er zu dem Sach⸗ ſen, dicht neben der Karthaune ſein Roß parirend und mit ſtarren Augen hinunterblickend in das mondbeleuch⸗ tete Thal. Von hier aus iſt es unmöglich. Darum muß das Lager verlegt werden, trotz aller Widerſpre⸗ cher und Neider, denn ich muß die Stadt haben, und ſollte ich den Mond, der drüben am Himmel hängt, auf ſie herabſchmettern. Chunrik ritt vor mit dem Huſaren⸗ Oberſten, und beide vertieften ſich in ein angelegentliches