Teil eines Werkes 
3 (1843)
Entstehung
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und Henker von der himmliſchen Gerechtigkeit beſtellte Strafengel ſolcher Corſaren und diebiſchen Faullenzer betitelt. Aber ſo iſt dieſe Nation, welche nur ſich ſelbſt anbetet und vergöttert. Von Freiheit prahlt ſie, und nur im bepuderten Haarbeutel und verſchnittenen Fran⸗ zenrocke wagt ſie ſich ihren Königen zu nähern; von Gleichheit und Menſchenrecht verorirt ſie mit bombaſti⸗ ſchen Phraſen, und nirgends gibt es ſo viel Elend und ſo viele Hungerleider. Hat ſie wirklich die Freiheit in ihre Kreidefelſen gebannt, ſo verſchließt ſie dieſelbe gar tief, wie der Geizhals ſein Gold, gönnt ſie neidiſch kei⸗ nem Andern, und ihr ewiges Liebesbündniß mit dem Chriſtenfeinde iſt die größte politiſche Inconſequenz, welche die Welt ſah ſeit dem erſten Duell zwiſchen Kain und Abel. Auf dieſe Anthropoliten wirkte nicht einmal das Beiſpiel ihres hochherzigen freiſinnigen Königs William, der als Großadmiral dem kühnen Codrington beim Ab⸗ ſchiede vor ſeiner Fahrt nach Navarin nachrief: 6o it, Ned! was in der Boxerſprache ſo viel bedeutet, als: Schlag zu, Eduardchen! ein ſchwer gewichtig Wort, deſſen Zauber wie ein Nornenruf die muſelmänniſchen Dreimaſter in die Luft ſchickte.

Onkelchen, unterbrach Eugen den Keuchenden, ver⸗ fallen Sie nicht ſelber in die Sünde, die Sie ſtrafen wollen. Statt zu politiſiren, ſagen Sie uns lieber, ob ein Duell Statt haben wird. Sicherlich, denn wie käme Lord und Palikare anders auseinander! Das wird Epoche machen in Gaſtein, die Nymphe wird zum erſten WMale Trauer anlegen, der Schnee der Firnen wird ſich ſchwarz färben, die Achenfälle werden elegiſch heulen.

Das darf nicht ſein, ſolche Schande darf den Lebens⸗ vrunn nicht treffen, rief erſchreckt und ſich aufraffend der

Blumenhagen. II. 28