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Tiſchchen der dunkele Theetopf, aus dem der heiße Dampf der Hollunderblüte duftete, und mit triefender Stirn und brodelnden Wangen blies der edle Herr aus ſchwarz⸗ angelaufener Thonpfeife mächtige Tabaksringel in die Luft, indeß die kurzen Beine auf dem Tabourett ruheten, und ſeine verdüſterten Augen ein Hausbuch durchliefen, das ihm ſo eben die vor ihm ſtehende Frau Sabel ge⸗ gereicht hatte.
In dieſer Perſon, einem Muſterbilde der comman⸗ direnden Haushälterin, war die Harmonie mit dem Ge⸗ bieter nicht zu verkennen; das Kuglige des Körpers, die Farbentinte des aufgeblaſenen Geſichts, ſelbſt die kleinen, ſarkaſtiſchen Blinzaugen trugen das Gepräge der Seelen⸗ Verwandtſchaft, nur lag in den Zügen eine kalte, bos⸗ hafte. Ruhe da, wo in dem Geſichte des Herrn von Heiligenſtein das heftige, ſchwer bezwungene Tempera⸗ ment durchzuckte und pulſirte. Das Zimmer war ge⸗ räumig und bequem wie der unmoderne Sopha und die gelbbeſchlagenen Lehnſtühle, aber es wurde beengt bis zur Aengſtlichkeit durch beſtäubte Bücherſchränke, den un⸗ geheuren Schreibtiſch, die auf dem Boden herumgewor⸗ fenen Folianten und Aktenſtöße, ebenfalls von jähriger Staubaſche geheiligt. Zwei gealterte Mopshunde murrten ſich an neben einer Milchſchale, und ließen die rothen Zungen aus dem ſchiefen Negermaule hängen; eine ge⸗ mäſtete Ziperkatze ſchlief auf dem Coder Napoleon, und auf der Fenſterbank jagten ſich in einem Drahtbauer ein Dutzend weißer Mäuschen, die der Geſchmack des Herrn durch die engliſirende Scheere in Miniatur⸗Kaninchen verwandelt hatte, mit widrigem Gequik auf und ab, indeß dicht daneben ein podagriſtiſcher Dompfaff die Me⸗ lodie des:„Freut Euch des Lebens!“ zu pfeifen verſuchte,
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